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Elternverwaltete Kindergruppen


1969 wurde das „Wiener Kinderkollektiv“ – die erste Kindergruppe gegründet. 1976 entstanden mehrere Kindergruppen im heutigen Verständnis; es folgten erste gemeinsame Aktivitäten der Wiener Kindergruppen. 1987 gab es bereits 30 Kindergruppen, deren Anzahl sich bis 1998 auf ca. 43 Kindergruppen erhöhte und sich dann, auch aufgrund der „subventionsmageren“ Jahre,  seit 1999 bis 2008 auf 35 eingependelt hat. Seit der Umstellung des Fördersystems 2009 boomen Kindergruppen – allerdings gibt es nach wie vor nur ca. 60 Elternverwaltete Kindergruppen.

Kinderanzahl: 12, 14 oder 25?

Der wahrscheinlich augenscheinlichste Unterschied der Wiener elternverwalteten Kindergruppen gegenüber anderen Kinderbetreuungseinrichtungen besteht in der kleinen Gruppengröße und dem hohen Betreuungsschlüssel.  Mehr Kinder mit wenig Personal zu betreuen bedeutet aber mehr, als nur weniger Zeit für jedes einzelne Kind zu haben. Gestresste Betreuerinnen, weniger Platz und vor allem gänzlich andere Umgangsformen zwischen Betreuerln und Kind sind das Ergebnis einer zu hohen Kinderanzahl!

Eltern: Mitarbeiten, Mitentscheiden

Neben den kleinen Gruppengrößen ist die geforderte Mitarbeit der Eltern ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der Elternverwalteten Kindergruppen. Die Eltern der Kinder bilden den Vereinsvorstand, sind für die Finanzen zuständig, tragen die Verantwortung für die Organisation, putzen, kochen, renovieren. Dass dabei auch ein enger Kontakt mit den Betreuerinnen entsteht, ist selbstverständlich. In der Kindergruppe kennt jeder jeden und das führt dazu, dass es zu einem fließenden Übergang zwischen Kindergruppe und „zu Hause“ kommt.

Eltern tragen bei: finanziell und mit ihrer Arbeitszeit

Die Monatskosten einer Elternverwalteten Kindergruppe setzen sich aus den Personalkosten für die Betreuerinnen, Miete und Betriebskosten sowie Kosten für Materialien und Spielsachen zusammen. Die Elternbeiträge variieren zwischen € 50,– und € 170,–. Bei einer durchschnittlichen Öffnungszeit von 40 h pro Woche wird ein durchschnittlicher Elternbeitrag von rund € 100,– geleistet.

Nicht eingerechnet in die Kosten ist die von den Eltern bereitgestellte Arbeitszeit für Verwaltung und Organisation, Kochen, Putzen, Instandhaltung der Räumlichkeiten …., die monatlich ca. 15 h pro Eltern(paar) ausmacht.

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